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Mein Lieblingsrestaurant in Vorarlberg

In meinem Lieblingsrestaurant muss alles stimmen: Natürlich das Essen! Vor allem auch - no nah ned - die Weinkarte. Mindestens so wichtig,ein grandioser Service. Ich will das Gefühl vermittelt bekommen, ein höchst willkommener Gast zu sein! Auch das Ambiente ist mir wichtig. Wenn alle vier Faktoren zusammenpassen und stimmig sind, dann ist dies ein tolles Lokal.

Und unter all den vielen tollen Lokalen in Vorarlberg gibt es eines, wo ich mich immer ganz besonders wohl fühle, wo mein Herz dran hängt, mein Lieblingslokal: Das „Restaurant Guth“ in Lauterach (05574-72470)!

Sehr „gut“ geführt wird das „Guth“ von der Familie Scheucher. Der Patron des Hauses, Thomas, wird in der Küche nach wie vor von seiner Mutter hervorragend unterstützt. Eine kleine, sehr feine Speisekarte mit einem ansprechenden Angebot. Was hier an Qualität serviert wird, kann sich sehen lassen. Bestechende Kochkunst. Natürlich hat sich dies längst in entsprechenden Bewertungen der Gastrokritiker niedergeschlagen, was nicht verwundert. Bisher aber durchaus immer etwas unter dem Wert geschlagen! Was an Thomas Scheucher besonders auffällt, neben seiner angenehm ruhigen, bescheidenen Art, ist seine unermüdliche „Benchmarking – Energie“: Es vergehen nicht viele Wochenende im Jahr, wo er nicht irgendwo unterwegs ist, um bei einem renomierten Branchenkollegen zu speisen und sich zu vergleichen! Sehr gut, weil fair bepreist, die angebotenen Weine. Fair bepreist bedeutet, dass man sehr wohl die teuren und hoch bewerteten Topweine anbietet, dem Weinkenner aber ein Angebot von mindestens (!) je einem weißen und einem roten Wein macht, miteinem guten Preis/Leistungsverhältnis (PLV). Junge, gute und aufstrebende Winzer, insbesondere aus Österreich und dem Piemont, bieten sich dazu hervorragend an. Als Weinkenner weiß man die Marktpreise der Weine und hat keine Lust, den „Kalkulationskapriolen“ mancher Gastronomen – Einkaufspreis mal 3,7 - wehrlos ausgeliefert zu sein. Deshalb meine Forderung nach solchen guten PLV (Preis/Leistungsverhältnis)Weinen. Auf der Weinkarte des „Guth“ – Nomen est Omen – finden sich zahlreiche solcher Weine. Hier macht sich positiv und vermehrt das Geschick des jungen, sehr engagierten und eloquenten Weinfachmannes Michael bemerkbar. Zuletzt in der Schweizam Bodensee in einem sehr guten Hause tätig, bringt er eine fühlbar positive Atmosphäre ins Guth. Er wird geradezu perfekt von seiner Servicepartnerin Andrea ergänzt. Jedesmal wieder ein tolles Erlebnis als Gast im Guth von diesen beiden engagierten, sympathischen, jungen Menschen verwöhnt zu werden.

Vor kurzem erst ist das Guth nach einer längeren Phase des Umbaus wieder eröffnet worden. Das Guth hat sich verändert: Gediegen, elegant, seriös. Endlich auch eine tolle Präsentation der Weine in zwei klimatisierten Kellern. Weg von der bürgerlichen Gasthausatmosphäre, hinein in die Championsleague der Gourmettempel! Ich bin gespannt, wie sich dies auf die große Zahl der Stammgäste auswirken wird? Wird es hier zu einer Verschiebung kommen? Wird der Stammgast das bisherige bürgerliche Ambiente vermissen? Ist ihm das neue Guth zu nobel? Wer weiß, man wird abwarten müssen und sehr genau beobachten. Was ich aber mit Sicherheit zu behaupten wage: Dieses neue Ambiente wird dazu führen, dass das Guth künftig in den Bewertungen der Gastrokritiker ganz vorne in der Landeswertung zu finden sein wird! - Ich wette darauf! Gehen Sie doch einfach mal hin, ins Guth,

meint Ihr

Kuli Narikum